Kerbeburschen waren im Technik-Museum Speyer

Von Jumbo-Jet, Antonov und BURAN über Oldtimer, Dampflok und Rettungskreuzer zum U-Boot

Gemeinsames Foto vor einem imponierenden Boeing 747 Jumbo-Jet. Fotos: Krüger

Am späten Vormittag des vergangenen Samstages, 23. November, starteten die Kerbeburschen vom Kerbeplatz aus zu ihrer alljährlichen traditionellen Nostalgiefahrt. Ziel war das Technik-Museum in Speyer. Mehr als 200 Jahre Technik auf der Erde und in der Luft sowie 2.000 Jahre Schifffahrtsgeschichte standen den Teilnehmern bevor. Aber das ist bei Weitem an einem Nachmittag nicht zu schaffen.

Der Vorsitzende der Kerbeburschen, Michael Schneider, begrüßte im Bus, neben Fahrer Wolfgang, die Reiseteilnehmer, unter ihnen auch einige Teilnehmer unter 10 Jahren. In Speyer angekommen, wurden sie sogleich von Michael Baumgart in Empfang genommen. Er führte die Teilnehmer gut zwei Stunden durch Hallen und Hangars, über das Freigelände bis hinauf in den Boeing 747 Jumbo-Jet, der in 26 Meter Höhe über eine Stahltreppe zu erklimmen war. Manche rutschten, nachdem sie den „Riesenvogel“ in luftiger Höhe besichtigt hatten, in einer Tunnelrutsche wieder runter zur Erde.

Eine wunderschöne Karosse vor einem Karussell.

Michael Baumgart wusste über alles sehr informativ zu erzählen, konnte aber nur einen eher kleinen aber wichtigen Teil der Exponate ansteuern. So auch zu dem Apollo-Programm der Amerikaner und dazu, warum aus dem amerikanischen Space Shuttle Anfang der siebziger Jahre das sowjetische BURAN-Projekt wurde. Das Museum betreut die umfangreichste Raumfahrtausstellung Europas. Das kann man in der kurzen Zeit nicht alles schaffen. Auch nicht 250-mal Auto-, Motorrad- und Mobiltechnik oder die riesigen Dampf-Lokomotiven. Den Abschluss seiner Führung bildeten eine riesige Antonov, ein Seenot-Rettungskreuzer und ein U-Boot, in das man einsteigen konnte und durch enge Gänge an der anderen Seite wieder rauskam. Michael bedankte sich bei Michael für die, auch mit Humor gespickte, Führung und übergab unter Applaus noch ein kleines „Scherflein“.

Beeindruckender Ausblick auf Antonov und Jumbo-Jet.

Sodann war noch etwas Zeit, um auf eigene Faust sich weiter umzuschauen. Ein Teil der Teilnehmer hatte sich zusätzlich eine Karte für das IMAX-Dome mit seiner riesigen Kuppel-Leinwand gekauft und erlebte „Apollo 11“ mit der Landung der ersten Menschen auf dem Mond. Auch das ein tolles Erlebnis. Auf der Rückfahrt machte die Reisegesellschaft Station in Lorsch und kehrte im „Back & Brauhaus Drayß“ ein. Mit leckerem Essen und Bier aus der Hausbrauerei endete der Ausflug in angemessenem Ambiente. Die Heimfahrt erfolgte in „Guter Laune“ und man war gegen 22:15 Uhr zurück in Sossenheim.

Technik, Armaturen und Schalter schaute sich Walter Opelt im engen U-Boot an.

Am kommenden Sonntag, 1. Advent, sind die Kerbeburschen mit eigenem Stand auf dem Erlebnis-Weihnachtsmarkt auf dem Kirchberg dabei. Neben Heißgetränken und dem selbst kreierten „Kerbeburger“ gegen den Hunger stellen sie ihre neue „Klamottenkollektion“ vor: „SKB – Tradition lebt!“ mk

Kerbeburschen „beerdigen“ feierlich die Sossenheimer Kerb

Eine angemessene Feierlichkeit mit „Gute-Laune-Songs“ der Band „Backdoor Sellers“

Die Feuerwehr war in der Nähe, als das Bob-Paar Geli und Bernhard feierlich verbrannt wurde. Fotos und Video: Krüger

Zum Treffpunkt mit den Kerbeburschen auf dem Parkplatz an der Straße Alt Sossenheim kamen am frühen Abend des Samstags, 12. Oktober, zahlreiche Teilnehmer. Von 8 Monaten bis über 70 waren alle Altersklassen vertreten. Mit Fackel ausgerüstet starteten sie zur Halle Heeb ins Sossenheimer Unterfeld.

Von links: Laila, Kolja und Charlotte freuen sich mit den Erwachsenen darauf, dass es gleich losgeht.

Hier war alles für den feierlichen Akt vorbereitet. Die Kerbebob „Geli und Bernhard“ wurde verbrannt und damit die Kerb symbolisch „beerdigt“. Für das leibliche Wohl war ein Zelt mit großem Grill aufgebaut, sowie eine Biergondel mit Oktoberfestbier, Apfelwein und alkoholfreien Getränken.

Ab 20 Uhr spielte die Band „Backdoor Sellers“. „Wir covern gute Laune-Songs aus Rock und Pop der 60er Jahre bis heute“, hatte die Band versprochen und hatte schon mit dem ersten Song, von Bill Haley, „Rock Around The Clock“, das Eis gebrochen. Es folgte Hit auf Hit und alle machten mit. Die Halle Heeb war bestuhlt und mit Lichterketten geschmückt und trug mit ihrer tollen Akustik dazu bei, dass bis Mitternacht begeistert gefeiert wurde. Mit „Sexy to Fire“ und „An Tagen wie diesen“ schloss die Band ihr Programm ab. Es gab nochmals stehenden Applaus.

„Das ist richtig geile Musik“ sagte ein Besucher!

Befreundete Kerbeburschen aus Niedererlenbach feierten lautstark mit. Der Vorsitzende der Sossenheimer Kerbeburschen, Michael Schneider, war begeistert, „ich möchte allen unseren Kerbeburschen ein großes Lob aussprechen und mich für die Hilfe von außen auch bei allen Sponsoren, Gönnern und Unterstützern bedanken – schön, dass auch heute wieder viele Sossenheimer gekommen sind, wir haben wieder eine tolle Kerb hingekriegt.

Kerb 2019

„Vulkan Express“ und „SoundsLike“ sorgten für tolle Stimmung auf der Sossenheimer Kerb

Einmarsch mit Blasmusik und Fahnenträgern voran ins Festzelt. Fotos und Video: Krüger

Das kühle und regnerische Wetter hielt nur wenige Sossenheimer Stammgäste vom Besuch der „Sossenheimer Kerb“ ab. Aber es wurden auch neue Gesichter gesehen. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag war das Festzelt des Sossenheimer Vereinsrings gut besucht. Das Festzelt war von den Kerbeburschen geschmückt worden. Und Sossenheimer Vereine kümmerten sich in gewohnter Weise im und um das Festzelt um das leibliche Wohl der Kerb-Besucher.

Am Samstag, 5. Oktober, hatten die Kerbeburschen am frühen Nachmittag ihren Kerbebaum aufgestellt und zogen anschließend weiter zum Festzelt. Am Abend spielte hier die bekannte Coverband „SoundsLike“. Die Band heizte mit rockigen Party-Hits, bedingungslosem Rock und Heavy-Metal sowie mit 80er-Jahre-Rock bis zu aktuellen Chart-Hits ordentlich ein. Besucher und Kerbeburschen machten bis zum Ende um Mitternacht begeistert mit.

Mitmachen und Begeisterung im Festzelt mit der Band „SoundsLike“ im Hintergrund.

Die Kerbeburschen nutzten eine Pause, um vier Jung-Kerbeburschen zu „echten“ Kerbeburschen zu „befördern“. Das Ritual sah u.a. ein Bembel stemmen, das Bemalen des Oberkörpers und einen Test der „Trinkfestigkeit“ vor. Ober-Kerbebursche Michael Schneider stellte fest: „Ihr habt die Prüfung bestanden!“

Vier Kerbeburschen wurden „getauft“.

Der Kerb-Sonntag begann mit einem „Kirchweihgottesdienst“ in der Katholischen Kirche St. Michael. Anschließend geleitete ein Festzug mit Blasmusik des Orchestervereins Schwanheim und Fahnenträgern die Gottesdienst-Besucher vom Kirchberg zum Festzelt, zum „Sossenheimer Kerbefrühschoppen“. Leider sorgte ein Falschparker in der Michaelstraße dafür, dass die Kerbeburschen mit ihrem Festwagen „abgehängt“ wurden. Sie kamen deshalb etwas Später im Festzelt an. Auch sie wurden vom Vorsitzenden des Vereinsrings, Franz Kissel, herzlich begrüßt.

Mitklatschen und Mitsingen war angesagt.

Gegen Mittag wurde der Orchesterverein Schwanheim von der Stimmungsgruppe „Vulkan Express“ abgelöst. Ihr Programm bestand aus Schlagermusik, volkstümlichen Schlagern, Oberkrainer- und böhmischer Blasmusik sowie aus Oldies mit zahlreichen „Ohrwürmern“. Auch hier machten die Besucher, aufgefordert von der Band, begeistert mit, es wurde mitgesungen, geschunkelt und getanzt. Einige Musiker gingen ins Publikum, spielten auch auf Tischen und immer wieder hieß es: „Ein Prosit der Gemütlichkeit“!

Die Band ging auf die Besucher zu, die kräftig mitmachten.

Ein kleiner Dank per Präsent für die Vereinsverantworlichen.

Die Kerbeburschen erzielten bei der Versteigerung ihres Kerbebaums diesmal 50,- Euro und waren dennoch insgesamt zufrieden. Der Vereinsring ehrte mit Ehrenurkunde in diesem Jahr für ihr besonderes, ehrenamtliches Engagement in der Vereinsarbeit Marianne und Yilmaz Karahasan, AWO-Sossenheim, sowie erstmals mit Michael Schneider einen „Jung-Ehrenamtlichen“.

Michael Schneider, links und Marianne und Yilmaz Karahasan wurden von Franz Kissel, 2. von links und Lisa Retsch, rechts, für herausragende Vereinsarbeit geehrt.

Ein gelungenes Fest zur Sossenheimer Kirchweih. Als es am späteren Nachmittag immer noch regnete, wurde die Biergondel im Freien etwas früher geschlossen. Bier gab es ja noch im Festzelt, bis auch hier die Musiker mit „Sierra Madre del Sur“ das letzte Lied spielten. mk

Die Garde der „Spritzer“ half hinter der Theke.

Helfer hinter der Theke hatten nur wenig Zeit zum Schunkeln.

Video:

Für kurze Zeit der Mittelpunkt von Sossenheim

Der Kerbebaum mit Bob Geli und Bob Bernhard wurde an seinem Stammplatz aufgestellt

Kranfirma und Feuerwehr helfen beim Aufrichten des geschmückten Kerbebaums. Foto: Krüger

Mit Hilfe von Treckerfahrer Norbert Kuhnke, er war für den Transport von Schwanheim nach Sossenheim verantwortlich, der Firma Baukran Logistik, BKL und einer Drehleiter der Berufsfeuerwehr aus Feuerwache 30, wurde am Kerbesamstag, 5. Oktober, der Kerbebaum aufgestellt. Zahlreiche Schaulustige waren dabei, und auch Anna Forke vom „Quartiersmanagement Soziale Stadt“, die für dieses Projekt der Stadt Frankfurt Werbung machte.

Michael Schneider, Vorsitzender der Kerbeburschen, zeigte sich zufrieden, „dass alles so gut gelaufen ist. Ich möchte allen Unterstützern danken“. Die Wirtsleute Angelika und Bernard Witter vom Hainer Hof sind in diesem Jahr die Namensgeber der Kerbebob. Das Wirtshaus schließt Mitte 2020. „Die beiden haben uns immer super unterstützt, deshalb ehren wir sie mit ihrem Namen für die Bobbe in diesem Jahr“, sagte Michael Schneider.

Hartmut Herford, er und seine fünf Buben sind Mitglieder der Kerbeburschen. Foto: mk/Fay

Der Baum misst 27 Meter und steht noch bis kommenden Samstag. Dann wird mit der „Bobbe-Verbrennung“ die Kerb standesgemäß „beerdigt“. Mit einem Fackelzug, Start ist um 17:30 am Parkplatz Alt Sossenheim / Wiesenfeldstraße, marschieren Klein und Groß zur Halle Heeb ins Sossenheimer Unterfeld. Hier findet die abschließende Zeremonie statt und wenn die Bobbe verbrannt sind, wird nochmals richtig gefeiert. „Für Speis und Trank wird gesorgt, und Musik gibt’s auch“, so Michael Schneider. mk

Gelungenes Sommerfest der Kerbeburschen

Michael Schneider, v. links, OB Peter Feldmann und die neuen Ehrenmitglieder Helmut Schüle und Florian Höfler. Fotos: Krüger

Man sah Michael Schneider am vergangenen Samstag noch am späten Abend die Freude an, „mehr als 500 Freunde der Kerbeburschen sind heute hier in den ‚Hainer Hof‘ gekommen und feiern mit uns Sommerfest“. Der Vorsitzende der Sossenheimer Kerbeburschen lobte seine gut 40 Helfer, „allen voran möchte ich David Reichwein nennen. Er und unser Team um den Vorstand haben das wieder ganz toll organisiert“.

Levon Meleikyan, links und Mateo Mager hatten ihren Spaß auf dem Traktor vor dem Motivwagen.

Schon drei Tage zuvor hatte man mit den Vorarbeiten, den Vorbereitungen für das Essen mit „Original-Kerbeburger“, „Tornado-Kartoffel am Spieß“ und „Spanferkel“ und dem Aufbau begonnen. Ein Teil der Schaumburger Straße musste abgesperrt werden. Hier, auf der Straße vor dem „Hainer Hof“, fing um 17 Uhr das Sommerfest mit einem Straßenfest für Klein und Groß an. Der Motivwagen der Kerbeburschen vom Hessentags-Umzug war vorgefahren und zu besichtigen. Das „Autohaus Klein“ stellte Fahrzeuge vor und die Freiwilligen Feuerwehren aus Höchst und Liederbach waren mit zwei Feuerwehrautos gekommen. Insbesondere die jüngeren Besucher nahmen die Fahrzeuge gerne „unter die Lupe“.

Andy Will, links und Michael Butz am Stand des Heimat- und Geschichtsvereins.

Michael Butz und Andy Will hatten einen Stand des „Heimat- und Geschichtsverein Frankfurt am Main – Sossenheim e.V.“ aufgebaut. Der Vorsitzende, Andy Will, war recht zufrieden, „wir haben gute Gespräche geführt und reichlich Aufmerksamkeit bekommen“. Zudem war eine Tombola aufgebaut und eine „Kerbeburschin“ machte darauf aufmerksam, dass jedes Los gewinnt.

FFW-Höchst mit jungen „Kräften“ vor ihrem Feuerwehrauto.

Ab 18 Uhr begann im Biergarten des „Hainer Hof“ das Sommerfest der Kerbeburschen, jedoch drohten dunkle Wolken über Frankfurt. Zelte waren vorsorglich aufgebaut worden. Die Gäste versorgten sich mit Speis und Trank und wurden von fleißigen Helferinnen an den Tischen auch bedient. Oberbürgermeister Peter Feldmann traf ein und bedankte sich bei den Kerbeburschen nochmals für die tolle offizielle Präsentation der Stadt Frankfurt durch die Sossenheimer Kerbeburschen auf dem Hessentag in Bad Hersfeld. Er lobte die gute Vereinsarbeit der Kerbeburschen aber auch die der Vereine in Sossenheim.

Stimmung bei den „Alten, Jungen Sossenheimern“ um Manuel Tiedemann.

Für ihre besonderen Verdienste um den Verein wurden Helmut Schüle von der Firma „Auto Klein“, ein Hauptsponsor der Kerbeburschen und Florian Höfler, Metallbau, er half maßgeblich beim Umbau des Motivwagens, mit der „Ehrenmitgliedschaft“ geehrt. „Die höchste Auszeichnung, die wir vergeben können“, so Michael Schneider, assistiert vom Oberbürgermeister. Sodann öffneten sich am Himmel „alle Schleussen“.

„Kerbburschen“ aus Nieder Erlenbach mit einem akrobatischen Tanz.

Um 20 Uhr begann der Auftritt der Band „On-Line“. Es hörte langsam auf zu regnen, der Himmel färbte sich blau und die Gäste kamen in Scharen. Michael Schneider schätzte, dass „gut 500 Gäste anwesend sind“. Die Sitzplätze waren bei weitem nicht ausreichend, dennoch war eine tolle Stimmung im Hof. Unter den Gästen auch Kerbeburschen aus anderen Stadtteilen, und die „Kerbburschen“ aus Nieder Erlenbach. Sie boten eine tolle Tanz-Nummer und bekamen viel Applaus. Auch sonst war die Tanzfläche stets voll und nach, „Wo war ich in der Nacht von Freitag auf Montag“, endete mit „An Tagen wie diesen“ erst nach Mitternacht ein tolles Sommerfest, an dessen Erfolg „On-Line“ sehr großen Anteil hatte. mk

Stimmung und Tanz auch noch nach Mitternacht.