Tradition mit Moderne verbinden “ Diesjähriges Sommerfest wieder ein voller Erfolg „

Sossenheim. 

Die Kerbeburschen wollen, wie ihr Vorsitzender Michael Schneider sagt, die Stadtteil-Kerb „mit traditionellen Extras umrahmen“. Doch sie bringen auch viele neue Ideen ins Vereinsleben ein. Die Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen sei ihnen wichtig: „Wir sind nur ein Verein von vielen, die an der Kerb teilnehmen.“ Ausgerichtet wird die Sossenheimer Kerb am ersten Oktober-Wochenende vom örtlichen Vereinsring. Die Kerbeburschen, im vergangenen Jahr als Verein gegründet, stellen den Kerbebaum. Der soll in diesem Jahr wieder direkt neben dem Festzelt stehen. „Er stand schon hier und da, je nachdem, wo frühere Kerbeburschen ihren Ball hatten“, sagt Schneider. Mal am Volkshaus, mal am „Löwen“, mal am Faulbrunnen. „Wir wollen ihn wieder am Festzelt haben, wo wir uns auch während der Kerb aufhalten“, sagt Schneider.

Etwas besonderes haben sich die Kerbeburschen für dieses Jahr ausgedacht: Bei ihrem Sommerfest im Biergarten des Hainer Hofs verkauften sie nun Fahrkarten – Fahrkarten zur Fällaktion mit angegliedertem Apfelwein-Ausschank. „Wir haben dafür einen Büssing-Oldtimer-Bus von 1969 gechartert“, sagt Schneider. Mit dem Apfelwein-Verkauf soll etwas Geld in die Kasse kommen. Gestellt wird der Baum dann mit einem Autokran. „Uns ist wichtig, dass der Baum groß ist und weithin sichtbar“, sagt Schneider. Eine Fichte soll es dieses Jahr werden, aus dem Taunus. Bislang wurde der Baum aus Schwanheim geholt.

 

Ganzjahres-Verein

 

Das Sommerfest nun war die Wiederholung des Gründungsfests vom vergangenen Jahr. Die Kerbeburschen verstehen sich ohnehin als Ganzjahres-Verein, haben etwa mit einem Wagen an der diesjährigen Fastnacht teilgenommen. Schneider und seine Stellvertreter Johannes Seichter und David Reichwein plant mit dem Vorstandsteam – dazu gehören Kassierer Patrick Harren, Logistiker Marius Mager, Schriftführerin Katharina Kühbacher und Gastronomie-Beauftragter Michael Mayer – noch sehr viel mehr: Am Straßenfest der Interessengemeinschaft Sossenheimer Gewerbetreibender (ISG) wollen sie teilnehmen und an der Gewerbeschau. Zum Straßenfest soll es ein Entenrennen geben. „Die Gummienten werden vorab über die örtlichen mittelständischen Unternehmen verkauft“, erklärt Schneider. Auf dem Sulzbach werden sie dann zum Rennen antreten; es gibt einen Preis für Kinder.

 

Geschichte erforschen

 

Schneider freut sich, dass die Kerbeburschen von inzwischen 28 Firmen unterstützt werden: „Von der Stadt gibt’s nichts. Ohne die unternehmen könnten wir unsere Projekte nicht verwirklichen.“ Und: „Bei uns kann auch Mitglied werden, wer uns nur unterstützen möchte. Arbeitsstunden gibt es nicht“, wirbt Schneider. Zu den Aktivitäten gehörten auch Besuche auf anderen Kerben in der Nachbarschaft, etwa in Unterliederbach, Schwanheim, Bremthal oder Münster. Die Kerbeburschen ersetzten die frühere Kerbegesellschaft. Seit drei Wochen hat der Verein, der rund 45 Mitglieder zählt, eine eigene Website: www.sossenheimer-kerbeburschen.de. Dort soll jetzt auch ein historischer Rückblick auf die Kerbe-Aktivitäten in Sossenheim zusammengetragen werden. „Wir werden dafür an die Älteren herangetreten, die uns etwas erzählen können“, sagt Schneider.